Bleibt offen – Apotheke, Bäcker & Co.
Alle Geschäfte, die weiterhin geöffnet sind.
Open Source kostenlos werbefrei nicht-kommerziell Open Data

1. Pressemitteilung: „Bleibt offen“ Karte der Geschäfte, die weiterhin geöffnet sind

Veröffentlicht: 12 Apr 2020 / English version / Version française
Verfasst von: Claas Augner

„Bleibt offen“ ist ein unverzichtbares Werkzeug, um unnötige Wege zu geschlossenen Geschäften zu vermeiden und so die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Diese gemeinschaftlich erstellte Karte erlaubt es jedem, offene Geschäfte zu finden und Infos über geöffnete Orte mit wenigen Klicks zu teilen.

Hat die Bäckerei um die Ecke noch geöffnet? Bietet mein Lieblingsrestaurant auch Abholung an? Und bis wann hat der Supermarkt noch auf? All das sind Fragen, die sich viele Menschen stellen in Zeiten von Kontaktverboten und Ausgangsbeschränkungen. Die OpenStreetMap-Karte des ehrenamtlichen Gemeinschaftsprojekts „Bleibt offen“ hat die Lösung parat. Das Ziel: Unnötige Wege sparen und so das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus reduzieren.

„Bleibt offen“ besteht aus einer Karte, die alle wichtigen Geschäfte und Orte mit ihrem Öffnungsstatus abbildet: „Grün bleibt offen, rot hat geschlossen.“ Der Clou: Ist der Status eines Geschäfts noch unbekannt oder veraltet, kann diesen jeder ganz einfach anonym und mit wenigen Klicks melden. Neben der Information, ob ein Ort geöffnet hat, können optional auch abweichende Öffnungszeiten und Angaben zu Lieferung und Abholung eingegeben werden.

Die Karte basiert auf OpenStreetMap, einem im Jahre 2004 gegründeten internationalen Projekt mit dem Ziel, eine freie Weltkarte zu erschaffen. Die OpenStreetMap-Daten darf jeder lizenzkostenfrei einsetzen und beliebig weiterverarbeiten. Eine ideale Grundlage für „Bleibt offen“: Das Kartenmaterial und die Standorte der Geschäfte stammen allesamt aus OpenStreetMap – im Gegenzug speist „Bleibt offen“ die gemeldeten Daten auch wieder in OpenStreetMap ein.

In Frankreich gibt es das Projekt als „Ça reste ouvert“ schon seit den ersten Tagen der dortigen Ausgangssperre, die am 17. März begann. Was zunächst als Nachbarschaftsprojekt in dem Pariser Vorort Montrouge begann, hat sich zu einem landesweiten Erfolg entwickelt: „Ça reste ouvert“ erhielt 20.000 Meldungen in drei Wochen. Mehrere Städte nutzen es offiziell als Werkzeug, um über geöffnete Geschäfte zu informieren, darunter auch die Großstädte Bordeaux und Lyon. In Bordeaux soll das Projektlogo sogar auf Brottüten gedruckt werden.

Hinter dem deutschen Ableger verbirgt sich ein ehrenamtliches Team aus aktiven OpenStreetMapper*innen. Claas Augner erfuhr über Twitter von „Ça reste ouvert“ und kam mit dem französischen Team ins Gespräch. Als die Erweiterung auf den deutschsprachigen Raum konkreter wurde, rief er die deutschsprachige OpenStreetMap-Community zur Unterstützung auf. Und erhielt sie: Christine Karch von der Geofabrik, Sven Geggus vom FOSSGIS-Verein und Michael Spreng vom Schweizer OpenStreetMap-Verein meldeten sich sofort.

„Bleibt offen“ ist schon heute in Deutschland (www.bleibtoffen.de), der Schweiz (www.bleibtoffen.ch) und Österreich (www.bleibtoffen.at) verfügbar. Richtig los geht es erwartungsgemäß jedoch erst nach dem Osterwochenende, wenn die Geschäfte wieder öffnen. Welche das sind, sehen wir dann bei „Bleibt offen“…

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